Freitag, 21. August 2026

Schiefer-Wacken-Weg bei Fell – Rundwanderung durch die Welt des Moselschiefers

Der Schiefer-Wacken-Weg bei Fell führt mitten hinein in eine Landschaft, die eng mit der Geschichte des Moselschieferbergbaus verbunden ist. Auf der abwechslungsreichen Rundwanderung wechseln sich schmale Waldpfade, offene Landschaften, felsige Abschnitte und beeindruckende Zeugnisse des früheren Schieferabbaus ab.

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf diese Tour gekommen bin. Jedenfalls bot sie sich schon deshalb an, weil es dort einen WoMo-Stellplatz gibt und ich mal wieder Lust auf eine Übernachtung im Camper hatte. Außerdem gab es die Gelegenheit, ein Schieferbergwerk zu besichtigen und wer bisher ein bisschen mitgelesen hat, weiß, dass ich Felsen, Höhlen, Bergwerke, Stollen sowie technische Relikte, die plötzlich im Wald auftauchen extrem faszinierend und interessant finde! Etwa eineinhalb Stunden Fahrt von hier kommt man mach Fell und von dort über eine schmale, ausgeschilderte Straße auf den Parkplatz unterhalb des Besucherbergwerks Fell

Das Bergwerk erreicht man über einen kurzen, steilen Fußweg. Es gibt dort ein Museum, ein Bistro und natürlich die Eintrittskarten und man kann für die Übernachtung auf dem Stellplatz bezahlen (6€) Beinahe wäre ich mit der Führerin allein durchgelaufen, aber dann hat sich noch ein Paar mit ihrem kleinen Sohn dazu gesellt, somit waren wir eine nette, vierköpfige Gruppe. Nachfolgend ein paar Eindrücke aus dem Inneren:













Wenn ich solche Bergwerke besuche und mir die damaligen Arbeitsbedingungen vorstelle, bin ich immer wieder froh und dankbar, dass mir sowas erspart geblieben ist. Allerdings gäbe es ohne die Menschen, die dort gearbeitet haben, all die schönen Erzeugnisse aus Schiefer und anderen Steinarten nicht. Von daher:

Glück auf!


Nach dem Bergwerk ist vor der Wanderung. Oder so. Im Nachhinein hätte ich besser einfach den kürzeren Grubenwanderweg genommen, anstatt dem Schiefer-Wacken-Weg. Und vor allem hätte ich die Tour auf Komoot vorher umplanen müssen, also den Start- und Zielpunkt von der Kirche in Thomm auf den Parkplatz verlegen. Naja, selber schuld. Dafür ist der Weg gut ausgeschildert.

Vom Parkplatz aus geht es - wie sollte es auch anders sein - erstmal durch schattigen Wald bergauf und man kommt an diversen Bergbau-Relikten, wie aufgegebenen Gruben und Steinbrüchen vorbei. Schmale Waldpfade winden sich den Berg hoch und an einigen Stellen bietet sich dann auch mal die Gelegenheit für einen Fernblick.









Für die Wanderung hatte ich mir natürlich mal wieder den heißesten Tag ausgesucht und die Abschnitte über freies Feld und in der prallen Sonne hatten es wirklich in sich! Da fragt man sich schon zwischendurch, ob man eigentlich komplett bescheuert ist ... 😁

Aufgrund der vergessenen Umplanung der Route wurde mir dann von Komoot natürlich die Kirche in Thomm als Ziel angegeben und ich bin dann von dem Moment an nur den Hinweisschildern zum Besucherbergwerk gefolgt. Erst bergab einem nicht enden wollenden Weg, dann wieder (japskeuch) bergauf und irgendwann hatte ich das Gefühl, dass mich der Weg eher weiter vom Ziel entfernt, als dass ich mich ihm nähere.



Während einer Pause im Wald und dem fünften Hemdenwechsel hab ich dann per Maps die Route geändert und bin Richtung "Feller Hof" gelaufen. Zwar auch hauptsächlich in der Sonne, dafür aber auf asphaltiertem und einfacher zu laufendem Weg. Nur wenige Meter nach dem Hof geht es dann zum Glück wieder in den Wald, dafür aber ziemlich steil bergab, was mit müden und schweren Beinen kaum weniger anstrengend ist. Unten angekommen trifft man auf den schon erwähnten "Grubenwanderweg" und passiert einen Stollen, sowie einen ziemlich beeindruckenden Steinbruch.



Siehe Video

Für beides hatte ich zu diesem Zeitpunkt offen gestanden nicht mehr so viel übrig, ich war froh, als ich die letzten paar Meter bis zum Parkplatz hinter mir hatte und wieder am Bus war.

Alles in allem war es eine schöne und interessante Runde, vom Weg her hatte ich allerdings schon bessere Strecken bewältigt. Im Wald war es teilweise stickig und schwül, was natürlich auch dem heißen Wetter geschuldet war und den Fehler mit der Umplanung mache ich sicher nicht noch mal 😊 Dann hieß es nur noch ausruhen, essen, trinken und irgendwann später ab in die Koje.

Bis zum nächsten Mal!







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