Der WoMo-Stellplatz befindet sich direkt neben einem Freibad, wo man die Stellgebühr von 15€ bezahlen und dafür auch das Bad während des Aufenthaltes nutzen kann. Schwimmbäder sind jetzt nicht ganz so meins, weswegen ich darauf verzichtet hab, abgesehen davon, dass ich nach der Tour ziemlich platt war und nur noch chillen wollte.
Gerolstein mit seinen knapp 32000 Einwohnern bringt man gewöhnlich zuerst mit seinen Mineralbrunnen in Verbindung, deren Sprudelwasser weithin bekannt ist. Es liegt idyllisch an der Kyll, einem 127,6 km langen Nebenfluss der Mosel. Sie gehört zu den längsten Flüssen von Rheinland-Pfalz und ist der wasserreichste und längste Fluss der südlichen Eifel. Obendrein gibt es die schon erwähnten „Gerolsteiner Dolomiten“, die aus mehreren Felsen bestehen, nämlich „Hustley“, „Munterley“, „Drohende Ley“, „Große Kanzel“ und „Auberg“. Sie prägen das Stadtbild bereits aus der Ferne und bilden das Wahrzeichen Gerolsteins.
Leider
muss ich auf ein paar Bilder aus dem Netz zurückgreifen, da die
meisten meiner Bilder bzw. die SD-Karte der Kamera nicht gelesen
werden konnten.
Der Weg beginnt nicht weit vom Stellplatz direkt an der Kyll, wo man eine Bahnlinie überquert und anschließend ein paar Minuten durch das Städtchen wandert, bevor es dann zum Aufstieg auf die Munterley geht. Durch kühlen, schattigen Wald windet sich der Wanderweg aufwärts, an dessen Ende man dann mit einem wunderschönen Ausblick über Gerolstein belohnt wird und in einer kleinen Hütte die erste Pause einlegen kann.
Weiter
geht’s anschließend leicht bergab und nach einer Weile erreicht
man eines der Highlights auf der Tour, die Buchenlochhöhle. Höhlen,
Schluchten, Klammen oder wilde Felsformationen ziehen mich seit jeher
magisch an, keine Ahnung warum. Die Höhle selbst ist nicht sehr
groß, es ist die Rede von knapp 30 Metern, aber ich finde sowas eben
spannend.
Eine
Bank vor dem Höhleneingang lädt zu einer Rast ein, bevor es entlang
der Felsen weiter durch den Wald geht. Aus dem Wald schließlich
heraus steht man unvermittelt in der „Papenkaule“, einem
ehemaligen Vulkankrater, in dem sich aufgrund seines porösen
Untergrundes kein See bilden konnte. Man erkennt die Kraterform auch
nicht auf den ersten Blick.
Wie überall in der Eifel trifft man beim Wandern auf Anzeichen ehemaliger vulkanischer Aktivität. Seien es Krater, Lavabomben oder eben solche auffälligen dicken Ascheschichten von gewaltigen Eruptionen.
Gleich
im Anschluss, nur wenige Meter weiter auf einer Anhöhe, die einen
schönen Blick über einen Teil Gerolsteins bietet, kommt man dann zu
einem „Geoacker“, auf dem die vier wichtigsten Gesteinsarten der
Eifel zusammengetragen und auf Schautafeln erklärt werden, nämlich
Basalt, Kalk, Buntsandstein und Dolomit. Für Kinder gibt es in den
Ferien die Möglichkeit, mit einem erfahrenen Geologen und Ausrüstung dort die Gesteinsarten zu erforschen. Sehr coole Idee, wie
ich finde!
Etwa
100 Meter abseits der eigentlichen Route, auf dem Gebiet der
Ortsgemeinde Pelm, befindet sich der „Juddekirchhof“, der aber
nix mit Juden zu tun hat. Es handelt sich um eine römisch-keltische
Tempelanlage und nicht mal um einen Friedhof. Die Namensherkunft ist
wohl umstritten bzw. nicht genau geklärt. Wikipedia liefert dazu folgendes:
Ein anderer wenig wahrscheinlicher Ansatz geht zurück auf die keltischen Matronengöttinnen, auch Goden genannt, welche in etwa dieselben Aufgaben wie katholische Taufpatinnen hatten. Der Mundartname für Patin lautet im Pelmer Platt Jödde oder Jodde.
Wieder
zurück in der Stadt geht es entlang der Kyll in der Nähe des
Kurparks zurück zum Stellplatz und nach einer angenehmen, erholsamen
Nacht zurück nach Hause.


















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen