Zwischen den aktuellen Wandertouren findet sich immer wieder mal die Zeit, die vergangenen Ausflüge in unser schönes Land Revue passieren zu lassen und sie bei der Gelegenheit vom alten Blog auf den neuen umzuziehen. Im Mai letzten Jahres habe ich mich mal auf den Weg um die Burg Gräfenstein gemacht.
Die Burg
befindet sich oberhalb von Merzalben, einem Städtchen im
Biosphärenreservat Naturpark Pfälzerwald-Nordvogesen. Knapp eine
Stunde Fahrt und man befindet sich auf einem wunderschön ruhig
gelegenen, großen Wanderparkplatz mitten im Wald. Von dort gibt es
einen Serpentinenpfad hinauf zur Burg, mein Ziel war jedoch ein knapp
9 Kilometer langer Rundweg, an dessen Ende die Erkundung der Ruine
stand.
Los geht’s auf einem schmalen, unscheinbaren Wanderpfad, der sich stetig bergab durch den Wald schlängelt. Ich liebe solche Wege! Man weiß nie, was sich hinter der nächsten Kurve verbirgt. Ein Felsen? Eine Aussicht, die sich plötzlich zwischen den Bäumen auftut? Die Natur ist voller Überraschungen!
Weiter geht es auf einem angenehm zu laufenden Weg entlang des Baches durch ein Tal. Dann erregt ein gravierter Felsen meine Aufmerksamkeit. Was es damit wohl auf sich hat? Mein erster Gedanke aufgrund der Jahreszahl und den beiden Namenskürzel (?) bestätigt sich nach späterer Recherche – zum Glück – nicht. Der Stein wurde wohl zum Gedenken an jemand anderes bearbeitet, sonst hätte man das vermutlich schon längst entfernt.
Anschließend nähert man sich Merzalben und eigentlich führt Komoot den Wanderer ein Stück durch den Ort, dann außenherum und schließlich zur Gräfensteinhütte, einem bewirtschafteten Ausflugslokal. Von der Hütte aus folgt man einem etwas düsteren, aber umso reizvolleren Hohlweg stetig bergauf bis auf ein Plateau, von dem es erneut recht stramm aufwärts geht, bis man schließlich die Ruine erreicht hat. An der Stelle kommt einem der Weg offen gestanden schon etwas länger vor, als nur knapp 9 Kilometer, was aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass man nach der langen Zeit doch etwas aus der Übung ist.
Ein echtes Highlight ist der begehbare Turm. Es sind zwar sogar kleine Lampen mit Bewegungsmelder eingebaut, damit man stellenweise was sieht, ich empfehle aber trotzdem eine Taschenlampe für den Aufstieg. Von oben hat man einen absolut wunderschönen Ausblick über den herrlichen Pfälzerwald mit seinen vielen Hügeln und Bergen.
Nach einem erneuten, kurzen Rundgang durch die Anlage geht es dann auf dem anfangs erwähnten Burgweg wieder runter zum Parkplatz, wo der Bulli und ein heißer Kaffee warten.
Von dieser Tour gibt es kein komplettes Video. Wer aber meine ganzen anderen Wandertouren mitverfolgen will, dem sei mein bisheriger Kanal bei Bitchute empfohlen



















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