Derzeit ist das Wetter viel zu schön,
um nicht unterwegs zu sein. Am einem Wochenende vor drei Jahren war das
Siebengebirge mein Ziel. Eine 16km-Runde auf den Drachenfels, durchs
Nachtigallental und zum Petersberg. Tatsächlich eine ganz ordentliche Bergauf-Bergab-Tour!
In dem
kleinen Ort Ittenbach bei Königswinter gibt es einen schön
gelegenen Parkplatz, von dem aus viele Wanderwege ins Umland starten.
So auch meiner.
Erst
geht’s ein Stück entlang der Straße, aber ganz schnell zweigt der
Weg in den Wald ab, wo man schon nach wenigen hundert Metern an einer
– scheinbar versiegten – Quelle vorbei kommt.
Der Weg
an sich ist erstmal wenig spektakulär. Auf angenehm zu laufenden
Wegen schlängelt er sich durch den Wald und irgendwann geht es dann
spürbar bergauf. Dass man auf Wanderwegen hin und wieder Leuten
begegnet, ist ja völlig normal, aber was an diesem Tag für
Menschenmassen unterwegs waren, war nicht mehr normal. Auf der A5 ist
ja bei Ferienbeginn Richtung Süden weniger los! Naja, fast
jedenfalls 🙂 Von überall her Stimmen, Gequatsche, ganze
Rentnergangs in einheitlicher Kleidung, alter Falter! Okay, der Drachenfels ist natürlich ein Ausflugsziel, dessen muss man sich klar sein und den Trubel dann eben in Kauf nehmen. Auf dem
Drachenfelsplateau hab ich natürlich mit vielen Touristen gerechnet,
aber im Wald??? Na, jedenfalls war irgendwann das berühmte
Ausflugsziel erreicht, das man auch mit der Drachenfelsbahn, der
ältesten Zahnradbahn Deutschlands erreicht.
Anschließend - nach einer ausgiebigen Pause zwischen Ausflüglern - geht es wieder runter ins Tal und man durchquert das mir bis dahin
völlig unbekannte Nachtigallental. Ein lauschiger – und ruhiger(!)
– Weg nach Königswinter. Scheinbar gibt es dort sogar eine Höhle,
die ich völlig übersehen habe. Ärgerlich! Aufgefallen sind mir
jedoch die überwucherten Ruinen irgendeiner Anlage, kurz bevor man
aus dem Tal herauskommt. Da geht einem natürlich das Lost-Place-Herz auf! Allerdings war die Anlage eingezäunt und somit - jedenfalls von meinem Weg aus - nicht begehbar.
Nee, Spaß. Auf dem Petersberg befindet sich außer der Hotelanlage noch eine Wallfahrtskapelle, die man über diesen anstrengenden Weg erreicht.
Endlich oben hab ich dann aber beschlossen, nicht zum Hotel zu gehen, sondern kurz Pause und mich dann wieder auf den Rückweg zu machen. Unterwegs kommt man an einer unscheinbaren Burgruine vorbei, von der nur noch die Fundamente zu sehen sind. Burg Rosenau aus dem 13. Jahrhundert, vermutlich um 1250 zerstört, bietet heute außer einem netten Fernblick von einem begehbaren Plateau nicht viel Spektakuläres.
Bildquelle
Langsam
kommt dann doch die Dämmerung und es ist Zeit, die letzten paar
Kilometer in Angriff zu nehmen, die sich ganz angenehm auf breiten
Waldwegen talabwärts gehen lassen. Im Bulli wartet dann schon ein
heißer Kaffee darauf, gemacht zu werden und dann war’s das auch
schon mit dem Ausflug ins Siebengebirge.




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